Sommerabend

Freitag, 30. August 2013 | | 0 Kommentare

Es ist früh am Morgen im Herbst und der kalte Wind streichelt meinen entblößten Nacken. Gänsehaut zeichnet sich auf meinem Körper ab. Es erinnert mich wieder an den Sommerabend mit dir.

Es war sehr warm, wie es üblich ist an Sommerabenden, aber trotzdem war mir etwas kühl. Du hast mir deine Jacke um die Schultern gelegt und den Kragen hochgestellt, weil mir am Hals immer schnell kalt wird. Er roch frisch gewaschen. Du sagtest, dass eine Erkältung im Sommer nicht sehr angenehm wäre. Du hattest Recht. Das Wasser schwamm unter unseren Füßen hinweg. Wir saßen auf unserer Brücke. Die am See, in der Nähe des stillgelegten Bahnhofes. Wo man sich erzählte, dass es dort spuken würde. Ich weiß noch wie wir mit Letti, Sam, Freya und Cem mit Taschenlampen und einer Campingausrüstung auf Geistersuche waren. Du sagtest es gäbe dort keine Geister. Und du hattest Recht. Bis heute frage ich mich ob du auch damit Recht hattest, als du mir sagtest, dass du mich lieben würdest. Oder du mit Liliana wirklich nichts hattest und die Leute nur dummes Zeug labern.
Ich beschließe ab morgen einen Schal zu tragen. 

Sese, was hältst du von... + 1000

Sonntag, 25. August 2013 | | 1 Kommentare

Hallo ihr da draußen!

Ich werde mit zwei neuen Rubriken beginnen. Die Titel dazu lauten: Sese, was hältst du von...? und 1000.

In dieser Rubrik picke ich mir verschiedene Dinge aus dem Alltag heraus und schreibe einen Erfahrungsbericht darüber. Oder wenn man es genau nimmt, schreibe ich eine konstruktive Kritik über diese Sache. Das kann von einem Film handeln, einer Veranstaltung, einer Ausstellung, einem Song oder auch über einen aktuellen Hype, der durch das Netz die Runde macht. Es wird wahrscheinlich auch Meinungen über Verhaltensweise von Menschen geben, z.B Koma saufen, das Wasser laufen lassen während man duscht, wieso Mädchen vor einem Date manchmal die Flucht ergreifen oder warum wir Jugendlichen nicht mehr ohne ein Handy können.

Gleichzeitig werde ich in der Kategorie 1000, kleine Geschichten schreiben. Diese werden meistens 1000 Zeichen haben. Meistens.

Manche wollen so etwas gar nicht lesen, deswegen warne ich euch schon vornherein. Wenn euch meine Meinung nicht interessiert und sie euch einfach nur an euren vier Buchstaben vorbei geht, dann klickt bitte auf das Kreuzchen rechts oben auf diesem Bildschirm.
Danke.

An all die anderen, die es doch interessiert, viel Spaß beim Lesen.  

xo Sese

4 Tage Berlin - 4 Tage Abenteuer 2/3

Samstag, 24. August 2013 | | 0 Kommentare


Extrem früh wachte ich in meinem Bett auf. Die beiden Mädels waren dabei aus der Tür zu laufen und wünschten mir noch einem schönen Tag. Ich bedankte mich höflich und schaute aus dem Fenster raus. Der Tag wird komplett beschissen. Der Himmel war Aschgrau.

Wie ein Ninja schlich ich mich aus dem Zimmer raus. Ich wollte die beiden Italian Boys nicht wecken. Wie Italian Boys? Ja, leider kann ich mich weiß Gott nicht mehr an ihre Namen erinnern. Aber beide sahen sehr gut aus ;) Ich hatte in einem 6-Bettzimmer in einem Hostel übernachtet. Für 16€ die Nacht war das Zimmer total sauber und recht modern.

Die Gemeinschaftsbäder werden auch drei Mal am Tag geputzt und sind auch nach Geschlechtern, abgetrennt. Aber natürlich kann nicht alles Super sein.

Zwar hatte das Gebäude zwei Aufzüge, jedoch war einer ganz außer Betrieb und der andere hatte mal funktioniert und mal wieder nicht. Da nahm ich glatt freiwillig die Treppe und lief vier Stockwerke herunter um meinem jungen Leben noch kein frühzeitiges Ende zu setzen. Ich nannte den Aufzug liebevoll: der Aufzug zur Hölle. Andere schauten mir blöd hinterher als ich mich dem Treppenhaus näherte, aber ich dachte mir jedes Mal: Wenn ihr stecken bleibt, dann will ich nicht mit 5 anderen Leuten da drin vergammeln. 

Ich nahm an einer "Free Tour" teil. Die nette Touri-Führerin Alana, zeigte uns jede Menge Street Art und unscheinbare Kunst die an den Häuserwänden prangten. Ein paar Insidertipps verriet sie uns dann auf dem Weg durch die Stadt.


Tipp 1:
Little Lucy

Steigt am besten am  Hackescher Markt in Berlin Mitte aus. Von dort aus solltet ihr auf eine mittelgroße Kreuzung gelangen und das Haus Schwarzenberg sehen. Wenn ihr dort durch das Tor läuft werdet ihr ihr viele große und auch kleine Motive sehen die entweder gesprayt, geklebt oder geschrieben wurde. Alle paar Monate, finden Künstler ihren Weg nach Berlin in diese Ecke um ihre Motive bekannt zu machen. Haltet nach "Little Lucy" Ausschau! Made by einem gebürtigen Frankfurter.

Tipp 2:

Eine Stahlkreatur des Monsterkabinetts

Das Eingangsschild zum Untergrund Kabinett

Im Hinterhof des gleichen Gebäudes, findet ihr das Monsterkabinett der Künstlergruppe "Dead Chickens". In diesem speziellen Museum sind mechanische Stahlkreaturen ausgestellt, die mithilfe von Computern zum Leben erweckt werden. Sie singen, tanzen und sehen dazu noch unterschiedlich aus. Für 8€ finde ich es etwas teuer, aber Kunst hat ja bekanntlich seinen Preis.

Tipp 3:
Das Yaam von innen

Bock auf Reggae, Beach-Feeling und gutes Essen? Dann solltet ihr in eurer Berlin-Tour mindestens einen Abend freinehmen und das Yaam an der East Side Gallery besuchen. Dort findet in regelmäßigen Abständen auch Live-Musik statt for free! Für die kleinen Gäste gibt es dort einen Kids Corner wo ihr euer eigenes kleines Grundstück habt. Natürlich auch mit Sand.

Fürs Überleben muss man Zeichen setzen

Das Essen ist zwar etwas "teurer" aber wie schon gesagt, könnt ihr dort hingehen wann ihr möchtet, und der Eintritt ist meistens auch frei. Das Yaam steht für Young African Art Market und kämpft auch Jahr fürs Jahr ums Überleben. Die Regierung meint wissen zu müssen, was die jungen Menschen von heute brauchen und will die Flächen an der Spree nutzen um Bürogebäuden aus Glas dorthin zu "pflanzen". Wir haben ja nicht schon genug davon...

Tipp 4:
Das Sommerhaus in Kreuzberg
 
Osman Kalin beim Tee trinken


Das Baumhaus an der Mauer oder auch Guerilla-Garten genannt befindet sich am Bethaniendamm im Berliner Stadtbezirk Kreuzberg. Der türkische Einwanderer und ehemaliger Zeitarbeiter Osman Kalin befreite diese kleine Zone von dem Sperrmüll den seine Nachbarn dort abstellten und baute sich dort einen kleinen Gemüsegarten an. Dazu baute er um die beiden Bäume herum ein kleines Häuschen in den seine Enkelkinder im Sommer spielen können. Er selbst sitzt manchmal draußen und genehmigt sich einen schwarzen Tee. Als wir dort ankamen, saß er wirklich draußen auf einem Gartenstuhl und trank Tee. Beim vorbeigehen hat er uns sogar zu gewunken und gelächelt. Ich fand es suuupiii!
 

Nach dieser Free Tour die mich doch noch 5€ gekostet hatte, bin ich mit einer neu gewonnenen Freundin etwas essen gegangen. Sie führte uns in ein vegetarischen Burger Shop namens Yellow Sunshine.
Die Bedienung, ein mies gelaunter Kerl mit Bart, war eigentlich nicht sehr gesprächig und nicht sonderlich nett. Dennoch hatte unsere Burger es in sich. Sie waren nämlich: Geil! Und alles 100% vegetarisch!! Mein Burger war ein "Bacon-Cheese Burger."
Nur die Pommes waren nicht so der Burner. Aber es kann ja nicht alles supi sein.


Mein Bacon-Cheese Burger im Yellow Sunshine (100 % vegetarisch + Bio)
 

Nach dem Essen trennten sich unsere Wege. Ich würde meinen selbst erstellten Kulturtag beginnen und sie wollte shoppen gehen. Ihr alle kennt wahrscheinlich alle Primark?! Diese, wie meine Lehrerin in Betriebsorganisation zu pflegen sagte, Billigkette die selbst weit unter dem niedrigsten Genre unserer Bekleidungskette liegt. Genau dort wollte sie in den Krieg ziehen. Wirklich, sie hatte Turnschuhe, eine Shorts die einen hohen Stretch Anteil hatte an und ein Top mit genügend Bewegungsfreiheit um mit den Ellenbogen zickige und streitlustige Mädels zur Seite zu verfrachten.

Hals und Beinbruch, Süße.


 

6 Wochen, Miau!

Mittwoch, 21. August 2013 | | 0 Kommentare

Katzen Case für Tablets // Primark 7€



6 Wochen Ferien.

6 Wochen Ruhe.
6 Wochen nicht um 6 Uhr aufstehen.
6 Wochen kein Unterricht.
6 Wochen nicht lernen.
6 Wochen keine Lehrer.
6 Wochen keine Hausaufgaben.
6 Wochen keine Präsentationen.
6 Wochen keine Hausarbeiten.
6 Wochen keine nervigen und tonnenschweren Bücher durch die Gegend schleppen.
6 Wochen die Schultoilette nicht betreten.


6 Wochen sich keine Sorgen machen um Noten.
6 Wochen sich nicht überlegen, was man anziehen soll.
6 Wochen nicht die Leute ertragen, die einem auf dem Sack gehen.
6 Wochen machen was man möchte.
6 Wochen lang die Bahn nicht mit miesgelaunten Menschen teilen.

6 Wochen ohne Kaffee auskommen können.
6 Wochen sich gehen lassen.
 
6 Wochen lang schreiben.
6 Wochen feiern.
6 Wochen als Aushilfe arbeiten und Geld verdienen.
6 Wochen ausschlafen können.
6 Wochen in der Sonne liegen.
6 Wochen reisen.
6 Wochen neue Dinge sehen.
6 Wochen neue Leute kennenlernen.
6 Wochen erholen.
6 Wochen ohne Kaffee auskommen können.
6 Wochen chillen.

6 Wochen sind vorbei.



About

Mittwoch, 14. August 2013 | | 0 Kommentare


Hallo ihr schönen Lebewesen vor dem Bildschirm,
hier ein paar Dinge, die ich euch schon vornherein beantworte.

Dieser Blog ist mein Erster und wird daher ständig verbessert, aktualisiert und deswegen wird es anfangs sehr chaotisch sein. Aber ich hoffe, er liest sich trotzdem gut.

Warum 'a better issue'?
Für all die Englisch-Noobs dort draußen : Eine bessere Ausgabe.

Mit 'a better issue' schreibe ich über alltägliche Dinge, persönliche Erfahrungen und Meinungen einer heranwachsender jungen Dame, in diesem Fall bin ich die heranwachsende junge Dame, auf einem Wanderweg durch den Dschungel der sich Leben nennt. Ich werde die Meinungsfreiheit nutzen und mit diesem Blog versuchen die Welt meinerseits von den schönen und negativen Seiten zu zeigen. Und damit habe ich mir auch ein Ziel gesetzt.

Du hast gerade von einem Ziel geredet. Wie sieht dieses Ziel denn aus?

Auf alle Fälle sehr rosa.

Du hast total viele Rechtschreib- und Zeichenfehler. Bist du so schlecht in Deutsch?

Nein, eigentlich bin ich sogar sehr gut in dem Fach ...

4 Tage Berlin - 4 Tage Abenteuer 1/3

Dienstag, 13. August 2013 | | 0 Kommentare

Nervös schaute ich nochmal auf mein schlecht ausgedrucktes Online-Ticket. Ein Wunder, dass der QR-Code noch vollständig ausgedruckt wurde. Mein Zug würde um genau 11:13 Uhr vom Gleis 9 fahren. Also noch genügend Zeit um meinen Futtervorrat aufzufüllen und gemächlich zum Gleis zu schlendern. Mit meiner Mama im Schlepptau drängte ich mich durch die ätzende Menschenmenge zum Ditsch. Nun war ich zwei Brezel mit Schnittlauch und eine Capri-Sonne Kirsche reicher.  Zufrieden stand ich am Gleis 9 bis diese unverständliche Ansage den halben Bahnhof und damit auch den gesamte Gleis zu einem Flash Mob des Seufzens brachte. „Sehr geehrte Damen und Herren, der ICE 392 nach Berlin Hbf ist ausgebucht. Bitte fahren sie mit der nächstgelegenen Alternative. Ladies and Gentlemans…“

„Wollen die mich verarschen? Ich muss um vier Uhr in Berlin sein und jetzt sagen die mir ich soll mit einer ‚Alternative‘ fahren?“ hörte ich die Frau die drei Schritte neben mir stand fluchen. Ich hätte die Frau echt umarmen können, so sehr hatte sie mir aus der Seele gesprochen. „Ich setze mich wahrscheinlich in den Essenswaggon. Wenn man Glück hat ist dort immer ein Plätzchen frei.“ meinte ich so nebenbei. „Sie fahren wohl öfters mit der Bahn?“ fragte sie mich. „Früher ja aber jetzt ist es sogar sehr selten. Aber die Deutsche Bahn hat anscheinend immer noch nicht aus ihren Fehlern gelernt.“ Früher bin ich echt viel Bahn gefahren vor allem die Strecke von Frankfurt/Main bis nach Essen. Und meist auch immer mit dem IC der fünf Stunden durch die Berge und Landschaften tuckerte wobei der ICE nur zwei braucht. Wer diese Strecke schon einmal gefahren ist und das Leben so tiefsinnig betrachtet wie ich, weiß was ich meine. Meine Mutter schaute mich leicht entgeistert an. „Sese, rede nicht so!“ Meine Mutter.

Nicht, dass sie total uncool wäre wie manche Mütter, ich meine sie kann wirklich fluchen wenn sie mag. Dann auch nur wenn sie sauer auf mich und meine Schwestern ist und zum Kuchen noch ein Sahnehäubchen draufsetzt und unsere Namen durch das Haus brüllt. Und danke Gott, dass ich keinen peinlichen Namen bekommen habe wie zum Beispiel die Namen der Wollny-Familie. Die Namen sind nicht wirklich peinlich aber dennoch etwas fragwürdig unteranderem haben diese Namen haben mittlerweile Kultstatus erreicht wodurch es sehr schwierig ist sich mit solchen berühmten Namen einen eigenen machen zu können. Und es wäre doch schon etwas unangenehm mit einem Reality-Star verglichen zu werden.

Zurück zum Bahnhof.

Nachdem ich meiner Mama einen dicken Schmatzer aufgedrückt hatte und in den Zug gestiegen war und ich mich zum einzig freien Platz gehetzt hatte der im Essenswaggon noch frei und der ovale Tisch mit Blut verschmiert war, saß ich nun total aufgeregt und nervös in der Bahn und unterhielt mich mit der Frau neben mir und wir spekulierten gemeinsam, wie das Blut dort gelandet war wo es sich jetzt langsam und mit ruckelnden Bewegungen schön auf dem kleinen Tisch verteilte.

„Vielleicht hat sich jemand die Hand geschnitten und ist zum Klo gerannt?“ meinte die Frau und kratze sich an ihrem Kinn. „Mit Papier oder einem Messer?“ – „Ich glaub jedenfalls nicht, dass man sich mit Papier so heftig schneiden und so eine Menge Blut verlieren kann.“ – „Vielleicht hat sie oder er Nasenbluten gekriegt und musste sich irgendwo abstützen weil der Zug ihn sonst an das andere Ende katapultiert hätte?!“. Bei dem bildlichen Gedanken daran brach die ältere Dame in schallendes Gelächter aus. Hm…wenigstens war das Eis jetzt gebrochen.

Ich unterhielt mich eine Weile mit ihr, steckte mir ab und an ein Stückchen meiner Brezel in den Mund um nicht von den DB Mitarbeitern entdeckt zu werden, und las mein Buch was ich für knapp 10 € am Hbf ergattert hatte. Und nebenbei bemerkt, Sebastian Fitzeks Psychothriller sind sooo gut! Am Anfang denkt man sich: „Ach Gott der arme leidet nur an schwerwiegenden Depressionen und Wahnvorstellungen. Der sollte mal einen Psychiater aufsuchen“ und dann BÄÄMS. Stellt sich heraus, dass der Psychiater Schuld an diesen Albträumen ist und der Kerl für ein Forschungsprojekt ausgenutzt wurde und dadurch seine geliebte Frau von einem BDMS besessenem Lieferanten umgebracht wurde mit einem Kuli in einem Geheimversteck wo sich der Eingang hinter dem Kleiderschrank verbirgt. Klingt krank oder?

Nach fünf Stunden kam dann endlich die erlösende Durchsage. „Sehr geehrte Damen und Herren, in Kürze erreichen wir unsere Endstation Berlin Hauptbahnhof. Ladies in Gentlemans in a fju minäts we will arraif at Bärlin Hauptbahnhof.”

Ich tat mal so als wäre ich nicht zum ersten Mal in Berlin. Was mir höchstwahrscheinlich nicht sehr gut gelungen war weil ich mich nach der zweiten Rolltreppe zweimal um 360° Grad gedreht hatte um mich zu Orientieren. Keine Ahnung wohin ich musste um zum Alexander Platz zu gelangen. Ich folgte einfach mal der Menge nach bis sie sich irgendwann in zwei Richtungen aufteilte.

Shit.

Du, ganz allein in der Hauptstadt. Ganz spontan mit keinem besonderen Ziel. Was war bloß in dich gefahren? Zum Glück hat man heutzutage Smartphones um sich aus den täglichen Sackgassen des Lebens befreien zu können. Ich hatte mir vor meiner Fahrt eine S+U (S- und U-Bahn) App(likation) runtergeladen für den Fall der Fälle. Und an diesem Fall war ich angelangt. Nachdem ich dieselbe Rolltreppe vier Mal runter und fünf Mal hoch gewandert war, hatte ich dann doch die S-Bahn Haltestelle gefunden. Und nochmal zur Info, ich wollte den Anschein erwecken mich in dort auszukennen. Haha! Da hätte selbst Ross Antony sich die Hand auf die Stirn geklatscht bei meinem super Orientierungssinn. 

Nach einen imaginären Standing-Ovation dafür, dass ich die Haltestelle doch noch gefunden hattee und nun am Alex stand, war ich nun am nächsten Problem angelangt. Wohin mit mir? Ich musste den Weg zum Hostel finden.


Fernsehturm am Alexanderplatz
Da zückte ich wieder mein Smartphone aus der Tasche und öffnete die Google Maps App. Geradeaus laufen. Kann ja wohl nicht allzu schwer sein…


Mit einem lauten ‚Rums‘ öffnete ich die Zimmer Tür zum Mehrbettzimmer und hatte dabei die beiden Mädchen aufgeweckt die in ihren Betten eingeschlafen waren. Ohje…da war wohl jemand zu lange feiern. Später lernten wir uns dann doch noch kennen. Immerhin hatte ich sie ja, wenn auch ungewollt, aufgeweckt. Sie kamen aus der Schweiz und sprachen bloß ‚Switzer-Duits‘ mit mir aber hatte dennoch wenig Probleme mich mit ihnen zu unterhalten. Das eine Mädchen heißt Allegra und die andere Vanessa. Beide sehr nette Mädchen. Und beide von Natur aus Blond. Sie fragten mich auch ganz nett ob ich sie zu der East Side Gallery begleiten wolle. Ich willigte ein. I mean…why not?

Nachdem wir am Ostbahnhof ausgestiegen sind und die mit Kunst bemalte Mauer entlang gelaufen waren, hatten wir noch einen Abstecher in einen Beach Club gemacht der direkt an der Spree liegt. Der Sage Beach Club. Dieser liegt in der Köpenicker Straße. Der Eintritt hatte uns 5€ gekostet und die Musik war okay. Nicht wirklich zum Tanzen geeignet aber ein Bierchen hatten wir uns genehmigt. Die Tanz-Moves waren sehr sehr simpel. Eigentlich nur die Füße nach links und rechts bewegen. Ich dachte echt die Berliner hätten mehr drauf. Aber es war ja erst 19 Uhr.

Wie es der Zufall so wollte, mussten wir vom Alex bis zum Hostel sprinten. Im Regen. Und Gewitter. Klitsch nass kamen wir am Hostel an. Da wir alle Helle Sachen anhatten an dem Abend, hatte man natürlich dementsprechend viel von unserer Wäsche gesehen. Klar wurde uns hinterher gepfiffen. Es ist ja quasi ein Muss, Mädels hinterher zu pfeifen deren Klamotten sich nass an ihre Körper drücken. Vielleicht sollte daraus ein neuer Trend werden. Den Wet-Look gibt es ja schon. Allerdings nur für die Haare. Was ein sehr fragwürdiger Trend ist, weil wer möchte schon mit, in Gel und Wax gefetteten Haare durch die Gegend rumlaufen? Ich definitiv nicht.

Da saß ich nun. Geduscht, umgezogen und trocken im Flur des 4. Stocks. In Australien. Nicht wirklich in Australien aber jedes der Stockwerke beschreibt einen anderen Kontinent. Warum ich im Flur saß? Weil ich zu doof war um die Steckdose an der Wand hinter dem Hochbett zu finden und es auf dem Flur eine Steckdose gab. Ich zog damit mitleidige Blicke auf mich von anderen Reisenden. Ganz nach dem Motto: „Die Arme… die Mitbewohner haben sie wahrscheinlich rausgeschmissen oder belegen alle 6 Steckdose in diesem Zimmer.“  

Total müde und erledigt lag ich endlich im Bett. Kurz bevor ich einschlief flüstert Allegra etwas, was ich mir schon den Abend gedacht hatte, dass dieser Moment noch kommen würde. „Hey. Hast du Facebook??“ 

Nicht einmal 6 Stunden in Berlin und schon zwei neue ‚Freunde.‘

Maybe this is the Magic of Berlin?
 

East Side Gallery

Sage Beach Club an der Spree

Sage Beach Club / Tanzende Menge
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